Welche Versicherung zahlt bei einem Stumrschaden

Ab 2014 gilt eine höhere Versicherungspflichtgrenze von 53.550€. Wir erläutern, unter welchen Voraussetzungen ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglich ist, und worauf Versicherte hierbei achten sollten.

Arbeitnehmer unterliegen der Versicherungspflichtgrenze

Arbeitnehmer können in die PKV wechseln, wenn das Bruttoeinkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, und diese für einen Zeitraum von mindestens ein Jahr überschritten wurde. Im Jahr 2013 beträgt diese 52.200 Euro pro Jahr, ab dem 01.01.2014 wird sie auf 53.550€ erhöht. Wer als Arbeitnehmer diese Voraussetzungen erfüllt, hat ein Wahlrecht in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben, oder in die PKV zu wechseln.

Gesunde und junge Versicherte erhalten meist günstige Tarife

Die private Krankenversicherung bietet gesunden Versicherten einen Versicherungsschutz mit attraktiven Leistungen und bezahlbaren Beiträgen. Wichtig ist allerdings, dass möglichst keine Vorerkrankungen oder Risikofaktoren bestehen. Diese wird der Versicherer im Rahmen der Antragsprüfung durch die Gesundheitsfragen verifizieren. Die Gesundheitsfragen sind unbedingt wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten, anderenfalls begeht der Antragsteller eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht. Weist der Versicherer diese nach, kann er im schlimmsten Fall einen bereits abgeschlossenen Vertrag kündigen.

Familienstand ist ebenfalls wichtiges Wechselkriterium

Darüber hinaus spielt der Familienstand eine Rolle, ob ein Wechsel in die PKV lohnt. In der privaten Krankenversicherung gibt es keine kostenfreie Familienversicherung. Deshalb ist jedes Familienmitglied separat zu versichern. Dies gilt auch für Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen. Wer also einen Ehepartner oder Kinder zu versichern hat, die noch kein eigenes Geld verdienen, ist mit der gesetzlichen Krankenversicherung unter Umständen besser beraten. Ob der Wechsel in die PKV unter Berücksichtigung der individuellen Umstände sinnvoll ist, dann ein erfahrener Versicherungsmakler klären, der auf die private Krankenversicherung spezialisiert ist. Für Singles, kinderlose Paare oder Familien mit nur ein oder zwei Kindern hat sich die private KV bislang meist als günstigere Alternative erwiesen.

Keine Versicherungspflichtgrenze für Selbständige und Beamte

Die Versicherungspflichtgrenze gilt nicht für Selbständige oder Beamte. Sie haben auch im Jahr 2014 freien Zugang zur privaten Krankenversicherung. Für Selbständige bietet sich häufig ein günstiger Einsteigertarif ein, wenn die Versicherungsprämie möglichst niedrig gehalten werden soll. Doch auch ein Premiumtarif kann die richtige Wahl sein, wenn im Krankheitsfall ein sehr exklusiver Versicherungsschutz gewünscht ist. Beamte dagegen müssen lediglich einen ergänzenden Tarif zur Beihilfe ihres Dienstherren abschließen. Dazu bieten viele PKV-Versicherer spezielle Beihilfetarife an, die deutlich günstiger sind als die Tarife der Vollkostenversicherung. Welcher Tarif für Selbständige oder Beamte bei einem Wechsel von der GKV in die PKV in Frage kommt, kann wiederum ein Versicherungsmakler beleuchten.

Was sollte beim Wechsel innerhalb der privaten Krankenversicherung beachtet werden?

Wer bereits in der privaten Krankenversicherung versichert ist, kann zu einem anderen Versicherer wechseln. Zu beachten ist, dass eine PKV aufgrund der Altersrückstellungen zur Erhaltung der Beitragsstabilität im Alter immer langfristig zu wählen ist. Deshalb sollte man einen Wechsel des Versicherers sorgsam abwägen. Nur wenn der Vertrag nach dem 01. Januar 2009 abgeschlossen wurde, können Altersrückstellungen auf einen neuen Versicherer übertragen werden. Aufgrund einer Beitragserhöhung mag ein Versicherter allerdings Interesse daran haben, seine Gesellschaft zu wechseln. Hierfür gelten im Jahr 2014 keine Abweichungen zu den bisherigen Regelungen.

Vor dem Wechsel Tarife vergleichen

Ob sich ein Wechsel aus der gesetzlichen Krankenkasse in die PKV, oder ein Wechsel innerhalb der privaten Krankenversicherung lohnt, können Versicherte kostenrechnerisch ermitteln. Nutzen Sie hierfür unseren PKV-Vergleich, und stellen Sie verschiedene Tarife der privaten Krankenversicherung einander gegenüber. Vergleichen Sie diese zudem mit den monatlichen Beiträgen ihrer gesetzlichen Krankenkasse. Beachten Sie hierbei, dass die Leistungen der Privaten meist wesentlich umfangreicher sind, und hier keine zusätzlichen Beiträge für eine private Krankenzusatzversicherung mehr anfallen.