Unnötige Gebühren an Geldautomaten vermeiden

Wer Bargeld abheben möchte, begibt sich dazu in der Regel einfach zum nächsten Geldautomaten. Nur selten sind jedoch Automaten der eigenen Bank überall verfügbar. Oft bleibt deshalb nur die Möglichkeit Automaten fremder Bankinstitute aufzusuchen. Die Nutzung eines fremden Automaten ist jedoch mit teils horrenden Gebühren verbunden.

Kleine Institute verlangen höhere Gebühren

Im Schnitt verlangen Kreditinstitute 4,26 € pro Abhebung von Fremdkunden. Genossenschaftsbanken schlagen mit durchschnittlich 3,90 € zu Buche. Obwohl das Bundesverbraucherschutzministerium noch vor nicht allzu langer Zeit verkündet hatte, dass die Gebühren demnächst sinken würden, hat sich bisher nicht allzu viel geändert. Die Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hatte immerhin im Jahr 2011 erwirkt, dass die Banken ihre Gebühren am Automaten vor jeder Fremdabhebung anzeigen müssen, denn zuvor berechneten manche Banken bis zu 10 €, die erst hinterher auf dem Kontoauszug ersichtlich wurden. Daher setzte sie durch, dass die Kosten vorher angezeigt werden müssen, um unangenehme Überraschungen für den Kunden zu vermeiden. Eine von Verbraucherschützern geforderte gesetzliche Obergrenze will sie dennoch nicht einführen.

Gesetzliche Obergrenze ist nicht in Sicht

Private Banken berechnen seit dieser Einführung nur noch 1,95 € für jede Abhebung von Fremdkunden. Die Sparkassen und Genossenschaften schlossen sich jedoch dieser Gebühr nicht an. Sie argumentierten damit, die meisten Bankautomaten deutschlandweit zu betreiben, was mit erheblichen Kosten verbunden sei. Aigner spekulierte damals, die Gebühren würden sich aus Wettbewerbsgründen auf lange Zeit gesehen von alleine reduzieren. Dies trat jedoch nicht ein. Verbraucherschützer pochen daher weiterhin auf eine gesetzliche Obergrenze. Solange diese jedoch nicht durchgesetzt wird, können sich Bankkunden nur selbst vor der Kostenfalle am Geldautomaten schützen.

So schützen Sie sich vor unangenehmen Überraschungen

Informieren Sie sich über Verbundsysteme der Banken. Einige Banken sind mit anderen Instituten zusammengeschlossen, und bieten ihren Kunden nicht nur an den eigenen Automaten, sondern auch an denen des Verbunds kostenfreie Abhebungen an. Hierfür gibt es auch praktische Apps für das Smartphone, von denen man sich jederzeit auch unterwegs den nächsten entsprechenden Automaten anzeigen lassen kann.

Für Fremdabhebungen Großbanken nutzen

Haben Sie keine andere Möglichkeit, suchen Sie private Banken wie beispielsweise die Hypovereinsbank, die Deutsche Bank oder die Postbank auf. Diese berechnen für jede Abhebung nur 1,95 €.

Höhere Geldsumme abheben

Sollten Sie tatsächlich darauf angewiesen sein, den kostenintensiven Geldautomaten einer Fremdbank zu nutzen, überlegen Sie gründlich, welchen Betrag Sie abheben. Bei einer höheren Geldsumme fallen die knapp 5€ Gebühr weniger ins Gewicht als wenn Sie nur einen kleinen Betrag abholen. Dies ist vor allem wichtig, wenn Sie auf längere Zeit gesehen an keinen günstigeren oder kostenfreien Automaten gelangen können.

Kontowechsel

Einige Direktbanken übernehmen die Geldautomatengebühren für ihre Kunden, auch wenn diese an Automaten fremder Institute Geld abheben. Dies ist meist mit einer kostenlos verfügbaren zusätzlichen Kreditkarte möglich. Diese wird am Geldautomaten wie eine ec-Karte verwendet. Für den Abhebungsvorgang werden – egal von welchem Automaten Geld abgehoben wird – keine Kosten berechnet. Zum Teil gilt dies sogar für die Nutzung im Ausland.

Wo erhalte ich ein solches Girokonto?

Konten mit gebührenfreiem Zugang zu allen Geldautomaten werden von diversen Direktbanken, wie z.B. der Deutschen Kreditbank (DKB-Bank) angeboten. Nutzen Sie hierzu unseren Girokonto-Vergleich, und ermitteln Sie den günstigsten Anbieter.