Beitragsbemessungsgrenze in Krankenversicherung und Pflegeversicherung steigt an

Auch in 2014 steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung an. Die Bemessungsgrenze ist die Höhe des Einkommens, bei dessen Überschreiten der Beitrag an die gesetzliche Krankenversicherung gedeckelt ist. Die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung gilt zugleich für die Pflegeversicherung.

Warum steigt die Beitragsbemessungsgrenze für die GKV 2014 erneut an?

Maßgeblich für die Berechnung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Entwicklung des Einkommens aller Arbeitnehmer zwischen dem vorletzten Jahr und dem Jahr, für welches der neue Beitrag festzusetzen ist. Da sich das durchschnittliche Arbeitseinkommen regelmäßig erhöht, steigt die Beitragsbemessungsgrenze entsprechend ebenfalls jährlich an. Für das Kalenderjahr 2014 ist eine Steigerung von 3937,50 Euro auf 4050 Euro zu erwarten.

Erhöhung betrifft Bezieher besserer Einkommen

Mehrkosten durch die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze fallen nur an, wenn der Arbeitnehmer ein überdurchschnittlich hohes Einkommen erzielt. Alle Löhne und Gehälter, welche unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen, bleiben von der Erhöhung dieser Kennzahl der Sozialversicherung unberührt. Ein hohes Einkommen erzielende Arbeitnehmer müssen ab Januar 2014 auch für den zwischen 3937,50 Euro und 4050 Euro liegenden Einkommensbestandteil Beiträge zur Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung bezahlen.

Auch Rentenversicherung von Erhöhung betroffen

Zugleich steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung an. Die möglichen Mehrbelastungen in diesem Bereich wirken sich jedoch direkt auf dem persönlichen Rentenkonto aus, während die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung mit Ausnahme des Krankengeldes nicht von der Höhe des Arbeitseinkommens und der damit verbundenen Beitragszahlungen abhängen.

Versicherungspflichtgrenze steigt geringfügig

Die Versicherungspflichtgrenze, deren Überschreiten Voraussetzung für den Wechsel in die private Krankenversicherung ist, wird zum 01.01.2014 geringfügig von 52 200 Euro auf 53 550 Euro (4462,50 Euro je Monat) angehoben. Die maximale Mehrbelastung eines Arbeitnehmers durch die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen in allen Zweigen der Sozialversicherung beläuft sich auf 307,74 je Monat. Dieser Mehraufwand trifft zu, wenn das Arbeitseinkommen nicht nur die Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung, sondern auch den höheren gemeinsamen Wert der Arbeitslosen- und Rentenversicherung überschreitet.

Auch Arbeitgeber zahlen mehr

Neben Arbeitnehmern tragen auch Arbeitgeber wegen der zu zahlenden Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ab Januar 2014 höhere Kosten. Zugleich erhöht sich der Arbeitgeberanteil für privat krankenversicherte Mitarbeiter, dessen maximale Höhe sich ebenfalls an der Beitragsbemessungsgrenze der GKV orientiert. Auch freiwillig in der GKV versicherte Selbständige zahlen ab dem Jahr 2014 höhere Krankenkassenbeiträge, da diese sich an der Beitragsbemessungsgrenze orientieren und somit von einem fiktiven Einkommen in Höhe von 4050 Euro berechnet werden. Für diesen Personenkreis besteht jedoch weiterhin die Möglichkeit, unter Nachweis eines niedrigeren Einkommens geringere Beiträge bei ihrer Krankenkasse zu beantragen.