Der Bau eines Hauses ist mit hohen Kosten verbunden, und scheitert nicht selten an den Ansprüchen sowie der Finanzierbarkeit des Vorhabens. Wer jedoch als Bauherr auf einige Dinge achtet, kann die Baukosten senken, und seinen Traum vom Eigenheim erfüllen.

Spartipp 1: Sparen beim Grundstück

Ohne das passende Grundstück ist Bauvorhaben schlicht nicht möglich. Wer beim Grundstückskauf Geld sparen möchte, sollte das Grundstück separat – also nicht zusammen mit der Bauerrichtung der Immobilie in einem einzigen Vertrag – erwerben. Somit fällt die Grunderwerbssteuer (meist 3,5-5% des Grundstückswertes) nur für das Grundstück an. Sparen lässt sich zudem an der Größe des Grundstücks. Im Zweifel sollte lieber eine Nummer kleiner geplant werden, um die Finanzierbarkeit des gesamten Bauvorhabens zu gewährleisten.

Spartipp 2: Aktionsangebot aus dem Katalog wählen

Oft sind Angebote von Häusern dann recht günstig, wenn man sie exakt so erwirbt wie es das „Aktionsangebot“ des Bauträgers vorsieht. Änderungen am Grundriss oder zusätzliche Extras lassen sich Bauträger jedoch gut und gerne bezahlen, sodass die Ersparniss schnell wieder weg ist. Wer sich für ein bestimmtes Preisangebot entscheidet, sollte das Objekt weitgehend unverändert lassen, auch wenn des nicht hundertprozentig den eigenen Vorstellungen entspricht.

Spartipp 3: Auf Extras verzichten

So schön bestimmte Extras, wie z.B. ein Erker, eine Gaube oder ein Balkon auch sind. Meist sind es diese Sonderwünsche, welche die Baukosten in die Höhe schrauben. Wer eher mit knappen Budget kalkulieren muss, sollte auf bestimmte Extras möglichst verzichten.

Spartipp 4: Eigenleistungen

Wer die Immobilie nicht bezugsfertig erwirbt, sondern beim Ausbau selbst Hand anlegt, spart zweifelsohne Geld. Bauherren die den Innenausbau in Eigenregie vornehmen, können locker ein Viertel der Gesamtkosten einsparen. Hierbei sollte jedoch sorgsam abgewägt werden. Welche Leistungen kann man als Bauherr (abhängig vom Kenntnisstand) auch tatsächlich selbst leisten, und welche Gewerke sollte man lieber Fachleuten überlassen. Wer sich hier als Bauherr übernimmt, zahlt später garantiert drauf. Aber schon das Tapezieren oder das Auslegen von Parkett oder Laminat spart bereits einige Tausend Euro auf der Gesamtrechnung ein.

Spartipp 5: Augen auf bei der Baufinanzierung

Die Kosten der Baufinanzierung sind ebenfalls ein wichtiger Faktor. Sie entscheiden häufig darüber, ob ein Bauvorhaben zu Stande kommt oder nicht. Bauherren können hier vom harten Wettbewerb unter den Banken profitieren. Um die spätere Zinsbelastung möglichst gering zu halten, sollten Bauherren die Zinsen meherer Anbieter eines Baukredit berechnen und miteinander vergleichen.

Spartipp 6: Die Bau- und Leistungsbeschreibung

In der Bau- und Leistungsbeschreibung steht, welche Gewerke der Bauträger dem Bauherrn schuldet, und wie selbige im Detail ausgeführt werden. Hier lohnt es sich genau nachzulesen, welche Leistungen tatsächlich wie erbracht werden. Nicht selten versuchen Baufirmen hier zu schummeln. Sie lassen wichtige Details weg, die den Bauherrn später viel Geld kosten können.